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  Einwohnergemeinde Rümligen
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Geschichte

Zur Geschichte von Rümligen

Mit dem Namen Ruomelinga wird das Gebiet unserer Gemeinde im Jahr 1115 erstmals erwähnt. Aktenkundig sind zudem Rumilenges, 1134, und bereits ab Mitte des 13. Jahrhunderts die heute noch gültige Form Rümligen.

Geschichtliche Fakten weisen darauf hin, dass die Gemeinde Rümligen eng mit der Entwicklung des Schlosses zusammenhängt. Der ursprüngliche Landbesitz dürfte weitgehend dem Gebiet unserer Gemeinde entsprechen. In den Lexika wird unter dem Stichwort „Rümligen“ in der Regel vor allem über das Schloss berichtet. Es stellt sich aus dem Gesichtswinkel die Frage, ob und in welcher Form in Zukunft ein Miteinander gefunden werden kann.

Ursprünglich stand an der Stelle des Schlosses ein römischer Turm. Es gibt Einzelfunde aus der Römerzeit, die im Besitze des historischen Museums sind.

Im frühen Mittelalter gehörte das Gemeindegebiet als Teil der Grafschaft Burgund den Freiherren von Rümligen, Rittersleute, die im Bereich des historischen Museums sind.

Im frühen Mittelalter gehörte das Gemeindegebiet als Teil der Grafschaft Burgund den Freiherren von Rümligen, Rittersleute, die im Bereich ihrer Herrschaft die niedere Gerichtsbarkeit (ungefähr dem Amtsgericht entsprechend) ausübten. Die Familie war sehr begütert. Es verwundert deshalb nicht, dass Lütold von Rümligen 1072 das Kloster Rüeggisberg (ein Kluniazenserpriorat) stiftete, mitsamt den zum Überleben notwendigen Grundlagen. Während die Talsohle durch die Gürbe stets bedroth und zum Teil versumpft war, konnte das Land am Abhang des Längenbergs gut bebaut werden und galt daher als bevorzugte Wohnlage.

Ab dem 13. Jahrhundert ging es der Familie schlechter. 1276 büsste sie den Freiherrenrang (Siegel) ein und musste später Schloss und Herrschaft wegen hoher Verschuldung verkaufen. Es erging ihnen gleich wie vielen anderen Herrschaftsfamilien im Einzugsgebiet der wachsenden Stadt Bern. 1386, nachdem die Landgrafschaft Burgund kampflos an den erstarkten Stadtstaat überging, erlangten die Berner die Landeshoheit über Rümligen. Sie ordneten das Gebiet, unter Wahrung der Twingrechte der Herrschaftsleute (ab 1515 waren es Berner Patrizer), in das Landgericht Seftigen ein. Durch Kauf und Erbgang kamen Burg und Herrschaft nacheinander an die Familien der von Erlach, von Wattenwyl, von Frisching und von Tscharner.

Das Schloss hat in Turm und Wohnbau bis heute die mitteralterliche Burganlage weitgehend bewahrt und gilt als bedeutendes Baudenkmal.  F. von Wattenwyl liess 1685 den grossen Wohnteil an den früheren Wohnturm anbauen, Samuel Frisching 1709 das Schloss im Barockstil erneuern und die Terrassengärten mit Weiher und Springbrunnen anlegen.

Erst nach dem Einmarsch der napoleonischen Truppen im Jahr 1798 wurde Rümligen erstmals eine ordentliche bernische Gemeinde mit gleichberechtigten Bürgern.

Um mündige Staatsbürger heranzubilden, mussten die bernischen Gemeinden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Schulen einrichten. Die Gemeinden Kaufdorf, Kirchenthurnen und Rümligen mit den Weilern Hasli und Hermiswil bildeten eine Schulgemeinde, die weitgehend identisch mit der Kirchgemeinde war. Im Jahre 1847 bauten Kaufdorf und Rümligen eigene Schulhäuser, da die 180 Kinder in einer einzigen Klasse im Kirchgemeindehaus zu wenig Platz hatten. Der Lernerfolg mit einer einzigen Lehrkraft liess zu wünschen übrig.